Lebensminister Söder streicht Natur den Unterhalt

26. August 2010 | Eingetragen unter: Allgemein, Landespolitik, Pressemitteilungen

 

Grüne kritisieren Streichung der Mittel für den Naturschutz

München (25.08.2010/bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren die Pläne von Umweltminister Söder, die Mittel für den Naturschutz zu streichen. „Verträge mit LandwirtInnen, SchäferInnen und Maschinenringen mit denen z.B. Trockenrasen oder Streuwiesen gepflegt werden, sollen für das Jahr 2011 gekündigt werden“, erklärt der umweltpolitische Sprecher Christian Magerl. Für den in Bayern propagierten „freiwilligen Naturschutz“ sei dies wieder einmal eine Katastrophe. „Dass beim Naturschutz als erstes der Kahlschlag betrieben wird, zeigt wieder einmal deutlich dessen geringen Stellenwert in Bayern. Wir sind Herrn Söder gerne behilflich andere Sparmöglichkeiten aufzuzeigen, das Streichen bei der Landschaftspflege ist sicher der falsche Ansatz.“

Während Söder mit großem Aufwand den Naturatlas Bayern-Arche bewerbe, streiche er gleichzeitig der Natur den Unterhalt – und das im internationalen Jahr der Biodiversität. „Fast alle Gebiete, die der Minister dort als herausragend bewirbt, sind auf eine Landschaftspflege angewiesen, da sie sonst aufgrund der hohen Nährstoffeinträge aus der Luft schnell zuwachsen und damit keine Chance mehr bieten für empfindliche und konkurrenzschwache Tier- und Pflanzenarten“, so Christian Magerl.