Altenpflege-Ausbildung muss kostenlos sein

10. November 2011

Grüne unterstützen Demonstration in München

 

München (09.11.2011/bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag unterstützen die Forderung für eine kostenfreie Ausbildung in der Altenpflege in Bayern. „Die Menschenkette heute in München hat gezeigt, wie dringend dieses Problem ist“, erklärt die sozialpolitische Sprecherin Renate Ackermann. Die Schülerinnen und Schüler würden durch die Erhebung von Schulgeld, Lehrmittelgeld und Prüfungsgebühren finanziell stark belastet und das, obwohl sie nur eine sehr geringe Ausbildungsvergütung erhalten. „Die Altenpflege ist bisher im System der beruflichen Bildung gegenüber der Krankenpflege, deren Refinanzierung gesetzlich abgesichert ist, klar benachteiligt“. Dieser Sonderstatus verhindere es, eine ausreichende Zahl von Nachwuchskräften für den Beruf zu motivieren. Expertinnen und Experten gingen deshalb davon aus, dass bis zum Jahr 2020 bis zu 30.000 Pflegekräfte fehlen. Auch das zwischen Kultusministerium und Schulträgern vereinbarte neue Finanzierungsmodell könne das strukturelle Problem der Unterfinanzierung der Altenpflegeschulen nicht lösen.

Die Landtagsgrünen fordern daher eine kostenfreie Ausbildung in der Altenpflege. Renate Ackermann: „Ohne gesicherte Finanzierung der Altenpflegeausbildung bleiben alle Lippenbekenntnisse der Politik zur Nachwuchsgewinnung in der Altenpflege unglaubwürdig.“

Bayern braucht Krippenausbau statt Betreuungsgeld

10. November 2011

Grüne kritisieren unökonomische Familienpolitik von gestern

München (09.11.2011/bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern die Staatsregierung auf, sich im Bund für den Verzicht auf das Betreuungsgeld einzusetzen. „Vor dem Hintergrund der beschlossenen Senkung der Einkommensteuer ohne Gegenfinanzierung ist das Betreuungsgeld Schwachsinn hoch drei“, erklärt die haushaltspolitische Sprecherin Claudia Stamm. Knappe Haushaltsmittel müssten für die Beseitigung des Mangels an Krippenplätzen verwendet werden und nicht für finanzielle Anreize, die familienpolitisch von gestern seien. „Die Einführung eines Betreuungsgeldes kostet Milliarden von Euro und ist nicht im Interesse der Kinder wie auch der Gesellschaft.“ Statt für diese Alleinverdienerprämie solle sich die Staatsregierung lieber für den forcierten Ausbau von Betreuungsplätzen für unter 3-Jährige einsetzen.

Claudia Stamm: „Davon gibt es in Bayern nach wie vor zu wenig. Daran werden auch die polemischen Aussagen des CSU-Generalsekretärs nichts ändern.“