Zahl der Drogentoten in Bayern steigt

25. März 2011

Grüne und Bund fordern Einrichtung von Drogenkonsumräumen

 

 München (24.03.2011/bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag äußern sich betroffen zu der Anzahl der Drogentoten in Bayern. „Die gestiegenen Zahlen entgegen dem Bundestrend zeigen deutlich, dass es hier großen Handlungsbedarf gibt“, erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin Theresa Schopper. Die Grünen fordern hier schon lange die Einrichtung von Drogenkonsumräumen, um eine effiziente Drogenpolitik leisten zu können. Ein entsprechender Antrag für eine gesetzliche Regelung war im Landtag aber von CSU und FDP abgelehnt worden. „Damit wurde den Gemeinden und Städten die Möglichkeit genommen, selbst solche Räume einzurichten, falls das als notwendig erachtet wird. Gerade aber für Städte wie München und Nürnberg mit einer hohen Drogenproblematik wäre das wichtig. Neben Prävention, Therapie, Sanktion ist die Überlebenshilfe für viele Drogenabhängige ein wichtiges Standbein.“ Bayern hinke was den drogenpolitischen Fortschritt angeht dem Rest des Landes um 10-20 Jahre hinterher. Dabei mache neben der CSU auch die FDP keine gute Figur. „Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung fordert genau das, was ihre Kollegen auf Landesebene abgelehnt haben.“

Überlebenshilfe für Schwerstabhängige

15. November 2010

Auch Bayern muss Drogenkonsumräume ermöglichen –

Grüne werfen CSU Scheuklappendenken vor

München (12.11.2010/sip). Die Landtagsgrünen haben der Staatsregierung wegen ihrer beharrlichen Weigerung, auch in Bayern Drogenkonsumräume zu ermöglichen, Scheuklappendenken vorgeworfen: „Die CSU verteufelt hier aus ideologischen Gründen eine wichtige Hilfeleistung für Drogenabhängige, die sich in anderen Bundesländern längst bewährt hat“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin Theresa Schopper.

Im Vordergrund müsse ganz konkret die Rettung von Leben stehen – und gerade bei Schwerstabhängigen seien Fixerstuben oft die einzige Anlaufstelle. „Schwer Drogenabhängige werden von Therapieangeboten oft nicht erreicht“, erklärt Theresa Schopper

. Hier könne der Drogenkonsumraum einerseits Überlebenshilfe, andererseits ein niedrigschwelligeres Angebot sein, damit Drogenabhängige überhaupt erst für eine Therapie gewonnen werden können. „Die Staatsregierung muss hier endlich über ihren Schatten springen und von den Erfahrungen aus anderen Bundesländern profitieren.“